Die Corona-Pandemie ist für pflegebedürftige Menschen mit besonderen Unsicherheiten und Belastungen verbunden: Teilweise werden unsere Pflegeleistungen aus Angst vor einer Corona-Infektion nicht in Anspruch genommen. Aber nach wie vor gilt, dass eine der wirkungsvollsten Maßnahmen, um eine Ansteckung mit dem Corona-Virus zu vermeiden – die Einschränkung Ihrer sozialen Kontakte – gleichzeitig eine der dramatischsten und bedrückendsten Folgen der Pandemie ist.

Gerade in Zeiten des „Social Distancing“ müssen wir als Pflegende eine Gratwanderung unternehmen: Wir wollen mit Leidenschaft und Herz für Sie da sein, Ihnen zuhören, Sie trösten und versorgen – oder dabei Ihre oder unsere Gesundheit zu gefährden. Dabei ist ein adäquater Selbst- und Fremdschutz bei Ihrer Versorgung absolut unerlässlich, gerade wenn Sie zur Hochrisikogruppe gehören. Durch das Coronavirus hat sich unser Arbeitsalltag insgesamt stark verändert. Nicht selten haben wir es mit extremen Reaktionen auf den Ausnahmezustand zu tun, mit Panik und Abweisung, mit Trotz und Unverständnis.

Zum Glück kommt es zu vielen Begegnungen, die uns die Arbeit während unserer Einsätze erleichtern. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis, dass wir Ihnen aktuell mit mehr Abstand als sonst begegnen müssen.

Pflege ist nicht nur ein Beruf, sie ist auch Einstellungssache: Wir sind mit viel Herzblut dabei! Gerade die Corona-Pandemie führt uns noch einmal eindrücklich vor Augen, welche Rolle unsere Arbeit in unserer Gesellschaft spielt.